DE/EN

Gastvorträge

„School-University Partnerships: concepts, strengths & challenges“

Gastvortrag Ross McLellan
University of Cambridge, UK

16. März 2017 bis 18. März 2017
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Sterneckstraße 15 
Raum S.0.16

In this seminar the reasons why schools and universities might want to work together in the educational context will be explored. Different types and models of partnerships will be considered. Ros McLellan will particularly draw on her experience of coordinating the Schools-University Partnership for Educational Research (SUPER) at the Faculty of Education, University of Cambridge as well as on work she has been done in Kazakhastan. In the seminar not only theoretical arguments and academic research literature will be discussed but also the practical issues that school and university colleagues working together need to consider.

The seminar will appeal to colleagues in both school and higher education settings who are interested in harnessing the power of school-university partnerships. Participants will be encouraged to bring their own experiences to the table, share these within the group and make plans for their own work. A range of activities will support these goals.

Zur Person:
Ros McLellan is a Lecturer in Teacher Education & Development / Pedagogical Innovation at the Faculty of Education, University of Cambridge. She has a background in teaching in the secondary school sector in the UK and is a psychologist who is particularly committed to working collaboratively with schools to develop and refine strategies that make a real difference to teaching and learning in the classroom. She is coordinator of the School-University Partnership for Educational Research (SUPER), a long-standing research collaboration between schools and the Faculty of Education, University of Cambridge. Her research interests include teacher learning and development, wellbeing, achievement motivation, self-efficacy, anxiety and creativity.

„Über die Erfahrungen von Lehrerinnen und Lehrern, ‚fachfremd‘ zu unterrichten“

Gastvortrag Marc Bosse
Universität Duisburg-Essen

1. Juli 2015 von 15:00 bis 17:00 Uhr
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Sterneckstraße 15 
Raum S.0.16

Das Thema des fachfremd erteilten Unterrichts gewinnt in Bildungspolitik und Wissenschaft zunehmend an Bedeutung. Eine der Botschaften ist: Werden Schülerinnen und Schüler „fachfremd“ unterrichtet, zeigen sie im Vergleich zu Lernenden im „regulären“ Unterricht niedrige Leistungen. Im Vortrag wird auf Basis von Interviewdaten und Unterrichtsbeobachtungen am Beispiel des Fachs Mathematik aufgezeigt, welche Erfahrungen Lehrerinnen und Lehrer machen, wenn sie Fachunterricht erteilen, ohne dafür formalqualifiziert zu sein. Dabei wird von einem ausschließlich defizitorientierten Ansatz Abstand genommen und auch der Frage nachgegangen, auf welche (materiellen, sozialen,persönlichen) Ressourcen die betreffenden Lehrerinnen und Lehrer zurückgreifen, um diesen Unterricht zu erteilen. Eng vernetzt damit ist die Frage, welche Ziele und welches Bild vom Fach sowie vom Fachunterricht Lehrerinnen und Lehrer haben, die in ihrer Biographie einen Bogen um das Fachstudium gemacht haben. Was passiert also, wenn Expertinnen und Experten für das Unterrichten im Allgemeinen ein Fach unterrichten müssen, mit dem sie ggf. zuletzt in der eigenen Schulzeit konfrontiert wurden? Welches Verhältnis haben diese Lehrerinnen und Lehrer zum Fach? Es wird aufgezeigt, welche hinderlichen und förderlichen Erfahrungen gemacht werden, die die professionelle Entwicklung fachfremd Unterrichtender beeinflussen können.

Zur Person:
Marc Bosse ist wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Dr. Günter Törner (Diskrete Mathematik, Algebra und Fachdidaktik) an der Universität Duisburg-Essen und Mitarbeiter im Deutschen Zentrum für Lehrerbildung Mathematik (DZLM).

„Lehrerfortbildungs- und Professionalisierungsforschung: Konzepte, Befunde und Beispiele“

Gastvortrag Professorin Bettina Rösken-Winter
Humboldt-Universität zu Berlin

24. Juni 2015 von 18:00 bis 20:00 Uhr
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Sterneckstraße 15 
Raum S.0.16

Die Professionalisierung von Lehrpersonen spielt eine bedeutende Rolle für erfolgreiche Schul- und Unterrichtsentwicklung. Angebote für Fortbildungskurse, auch im Rahmen von umfassenden Projekten, sind zahlreich auf dem Fortbildungsmarkt verfügbar. Diese variieren jedoch hinsichtlich ihrer inhaltlichen Ausrichtung und mit Blick auf Konzeption sowie Nachhaltigkeit. Am Beispiel des Deutschen Zentrums für Lehrerbildung Mathematik wird aufgezeigt, was Professionalisierung von Lehrpersonen ausmacht, wie LehrerInnenfortbildungsangebote forschungsbasiert entwickelt, durchgeführt, evaluiert und modifiziert sowie vertiefend beforscht werden können.

Zur Person:
Bettina Rösken-Winter ist Professorin für Design-Based Research und Didaktik der  Mathematik an der Professional School of Education, Humboldt-Universität zu Berlin. Sie ist weiters seit 2015 Mitglied im Committee of Education der European Mathematical Society (EMS) sowie seit 2014 Leiterin der Abteilung C: Begleitforschung und Evaluation des Deutschen Zentrums für Lehrerbildung Mathematik (DZLM).

„Bildung, Soziales Lernen und Nachhaltige Entwicklung“

Lernen für ein gesundes, verantwortungsvolles und bedeutsames Leben
Gastprofessor Arjen Wals
Wageningen University, NL

Seminarbeginn am 20. März 2015, 16:00 Uhr
Seminarende am 22. März 2015, 14:00 Uhr
Alpen-Adria Universität Klagenfurt, Sterneckstraße 15 
Raum S.0.16

Das Seminar baut auf den Erfahrungen von Arjen Wals als langjähriger Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in den Bereichen Soziales Lernen und Nachhaltige Entwicklung auf. Inhaltlich wird auf zwei von der UNESCO beauftragten Studien (Wals 2009a, 2009b, 2012) und einen Spezialbericht (Wals et al., 2014) Bezug genommen.

Um nachhaltige Lebensstile zu fördern, müssen junge und ältere  Menschen aktiv an einer Veränderung teilnehmen und bestehende dominierende Verhaltensweisen, Prinzipien und Werte überwinden. Gesellschaftliche Veränderungsprozesse in diesem Sinne erfolgen dann, wenn mehr Augenmerk auf transformatives soziales Lernen für eine sozio-ökologische nachhaltige Entwicklung gelegt werden. Lernen muss sich einerseits an nicht konsumorientierten Werten orientieren und sich andererseits einseitigen Wirtschaftsinteressen widersetzen, um eine nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen.
Im Seminar werden Konzepte für Lernprozesse vorgestellt, die als Katalysator für Veränderung und Innovationen einer nachhaltigen Gesellschaftsentwicklung wirken können. Es werden verschiedene Sichtweisen und Perspektiven aus Forschung und Bildung sowie praktische Beispiele präsentiert und diskutiert. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf das „Hybridlernen“ gelegt, in dem verschiedene Beteiligte – inklusive Schulen und Universitäten – zusammenarbeiten. Zentral thematisiert wird auch ICT-unterstützte „Civic Science“, wo sich Bürgerinnen und Bürger aktiv in der Erforschung und Erarbeitung von Lösungsansätzen praktischer, alltagsbezogener Herausforderungen im Sinne nachhaltiger Entwicklung engagieren.

Zur Person:
Arjen Wals ist Professor und Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls für Soziales Lernen und nachhaltige Entwicklung an der Universität Wageningen, Niederlande. Zur Zeit hat er auch eine Gastprofessur an der Universität Göteborg.